REVIEW: GITZO 5543LS

REVIEW: GITZO 5543LS

REVIEW: GITZO 5543LS

 

Ich habe auf der letzten Reise das Gitzo 5543LS testen können und muss sagen: Klasse Tripod !

Zunächst ein großes Dankeschön an Gitzo / Manfrotto Deutschland für das Bereitstellen des Stativs

Zum Aussehen/Gewicht/Größe – Zum einen ist es trotz der Größe vergleichsweise leicht ( 2820g ohne Stativkopf; Carbonfaser ) – zum Verlgeich : Ich bin 1,83 groß und kann bei aufgesetzter Kamera und Stativkopf kaum mehr in den Sucher (156cm max ohne Kopf) glotzen ( Gott sei Dank hat die D850 ein Klappdisplay ), zum anderen trotzt das Stativ jeglichem Wind und Wetter. Das hat sich auf den Azoren bewährt ! Ein Reisestativ ist es aufgrund dieser Eigenschaften jedoch nicht unbedingt Es passt jedoch ohne weiteres in meinen Hartschalenkoffer. Da ich die stabile Lösung auch auf Reisen suche, ist es ab sofort mein ständiger Belgeiter 

Zur Haptik – die gemusterte Carbonfaser fühlt sich extrem wertig an und sieht zugleich auch noch sehr hochwertig aus. Das Grau ist quasi ein Allrounder. Das Material ist auch resistenter gegenüber Kratzern. Carbon spart auch deutlich Gewicht ein. Das ist bei solch einem Boliden natürlich wünschenswert.

Zur Mechanik – Es gibt statt der teils üblichen Scharniere hier Drehschrauben für die einzelnen Glieder – insgesamt lässt sich jedes Bein somit um 3 Stufen komfortabel erweitern. (Dadurch kommt auch deutlich weniger Dreck in die Verbindungsstücke, mein altes Dreigebein war dafür arg anfällig !). Das geht sehr geschmeidig von der Hand, die Segmente gleiten sehr leicht heraus – jedoch nicht nur allein durch Schwerkraft ! Nerviges Gezerre und Gedrücke fehlt hier, das hilft auch, wenn es etwas schneller gehen muss.
Die Beine lassen sich in zwei Stufen über den normalen Einstellwinkel hinaus „überstrecken“ (26°,55°,89°), auch dieser Mechanismus funktioniert deutlich besser als bei meinem Vorgänger und ist nicht so anfällig für Verschleiß. An den Endstücken der Segmente sind sich an das Terrain anpassende Füßchen angebracht. Das mag den ein oder anderen stören – mir haben sie im doch sehr wechselnden Terrain gute Dienste geleistet. Die Drehschellen lassen sich übrigens so weit aufschrauben, dass eine Reinigung der „Gelenke“ problemlos möglich wird. Das macht die Sache sehr einfach.

Zum Zubehör – das Stativ kommt ohne Mittelsäule daher. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Ich habe mich für diese Variante entschieden, da ich in den seltensten Fällen eine Mittelsäule in Gebrauch hatte. Für solche Fälle habe mittlerweile Equipment, was die Mittelsäule obsolet macht ( Kissen, Klemme etc.). Da das Stativ schon groß genug für fast alle Nutzungen ist, war dies einfach nicht nötig. Zudem habe ich das Stativ auch mit dem Hintergedanken gewählt, weil ich mein neues Nikkor 200-500mm daran nutzen möchte – ein ganz schöner Bolide ! Dafür war eine solide und stabile Lösung nötig. (Maximale Last 40kg!!). Standardmäßig ist auch eine Wasserwaage an der Nivellierplatte. Ein Stativkopf sowie Tasche sind NICHT enthalten. (Zumindest die Tasche hätte man bei dem Preis erwarten können). Ich habe mir den Gitzo Kugelkopf mit Schnellwechsler, Serie 3 dazubestellt. Bei Interesse erzähle ich dazu gesondert etwas.

Fazit: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Stativ nutzen kann, vor allem in herausfordernder Umgebung. Ich bin mehr als zufrieden. Ein Stativ für ambitionierte/professionelle Fotografen/gar Videografen mit schwerem Equipment, die eine qualitativ hochwertige, sichere und solide Lösung – auch auf Reisen – suchen. Wer eine leichte und platzsparende Lösung für Reisen etc sucht, ist hier fehl am Platze!

Preis (UVP) ohne Kopf bei Manfrotto/Gitzo: 1225,60€

Pro/Contra
+sehr hochwertig verarbeitet
+komfortable Bedienung
+hohe Nutzlast
+Wetterfestigkeit
+Haptik
+Größe / vergleichsweise niedriges Gewicht
+keine Mittelsäule
+Terrain Füßchen
+wenige Sollbruchstellen

– Preis
– keine Tasche im Preis enthalten
– keine Mittelsäule
– Terrain Füßchen
– Größe / Gewicht

Danke erneut an Gitzo + Manfrotto für’s Bereitstellen !

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