REISEBERICHT: MIT DEM WOHNMOBIL DURCH NORDSPANIEN (und TOLEDO)

REISEBERICHT: MIT DEM WOHNMOBIL DURCH NORDSPANIEN (und TOLEDO)

von Tamara Bilic und Jean Claude Castor

Reisezeit: 09.September – 22. September 2019

Nachdem wir schon in Irland mit einem Wohnmobil unterwegs waren, sollte es jetzt in den Süden gehen, und zwar an die spanische Atlantikküste – genauer gesagt nach Asturien. Unser Ziel: der Großstadt entkommen, spektakuläre Landschaften erkunden, die Freiheiten des Campers genießen und wichtig für den Fotografen: Natürlich Fotos machen.

Achtung: Im folgenden Beitrag findet ihr auch Links zu Produkten und Services, die wir benutzt haben, sowie besonderen Orten, die wir auf der Reise besucht haben. Ich selbst ( Jean Claude ) kooperiere als Brandambassador mit dem Stativhersteller Manfrotto/Gitzo Deutschland, der mich mit Produkten versorgt. Anderweitiges Sponsoring erfolgt auf dieser Reise nicht, weswegen die Empfehlungen in diesem Blogbeitrag lediglich auf unserer eigenen Meinung basieren und nur als Tipps (respektive unbezahlte Werbung ohne Kooperation) zu verstehen sind.  


Day 1 – von Madrid ins Baskenland

Unser Wohnmobil haben wir bei McRent in Madrid gemietet (hier gelangt ihr zur Position auf Google Maps). Leider ist die Übergabe am Tag der Abholung erst ab 17 Uhr möglich. Inklusive einem Großeinkauf bei einem Lidl in der Nähe, sind wir erst um 19 Uhr auf dem Weg gen Norden. Um uns nicht zu stressen, fahren wir nur ungefähr 350 Kilometer und übernachten auf dem Camping Platz El Roble Verde“ an der Grenze zwischen Léon und Kastillien und der autonomen Gemeinschaft Baskenland bei Vitoria-Gasteiz . Die Inhaber warten freundlicherweise extra bis wir so gegen 22 Uhr da sind und wir kriegen einen ruhigen, schönen Stellplatz auf einer Wiese. Wir sind sofort im Urlaubsmodus!!!

Stellplatz auf dem Campingplatz El Roble Verde bei Vitoria-Gasteiz. Ein sehr schöner, sauberer und gepflegter Campingplatz in der Natur. Preis für eine Nacht mit Camper, Strom und zwei Personen 26€.

Day 2 – Hello Baskenland

Am nächsten Morgen geht es mit kurzen Zwischenstopps weiter zur Insel Gaztelugatxe. Das Besondere: Eine Steinbrücke verbindet das Festland mit der kleinen Insel, die übrigens Drehort für die populäre HBO Serie „Game of Thrones“ war. Von den Parkplätzen an der Straße führt eine kurze, aber steile Wanderung runter ans Wasser, wo die Brücke beginnt. Über 237 Stufen gelangt man zum höchsten Punkt der Insel, auf dem ein ehemaliges Kloster steht.

Die kleine Insel mit dem Kloster San Juan de Gaztelugatxe, hier als Langzeitbelichtung, aufgenommen mit der Nikon D850 und dem Sigma 14-24mm 2.8 Art. Um diesen Effekt zu kreieren, nutzte ich einen Haida ND 3.0 150x150mm Filter auf einem Gitzo LS 5543 Stativ. Die effektive Belichtungszeit beträgt 223 Sekunden. Um so lange belichten zu können, nutze ich einen Aodelan Funkauslöser mit passendem Kabel für die Nikon D850.

Das Thema Parkplatz war dann schon das erste Problem. Die Parkplätze direkt vor Ort sind für Wohnmobile gesperrt. Gezwungenermaßen fahren wir weiter bergauf und parken am nächsten Aussichtspunkt und laufen ungefähr 15 Minuten an der Schnellstraße zurück. Ärgerlich, aber okay. Funfact: Beim zweiten Besuch am Folgetag stehen unzählige Camper und Caravans auf dem Standstreifen vor dem offiziellen Parkplatz.

Ausblick vom Kloster auf die zahlreichen Stufen und die Steinbrücke.

Da nur eine gewisse Anzahl an Besuchern pro Tag zugelassen sind , muss man sich online oder vor Ort ein Ticket holen. Die Tickets sind kostenlos, man muss nur eins haben. Bei uns im September war das kein Problem. Haben uns 2 Minuten vorher übers Handy das Ticket geholt und sind direkt durch die „Kontrolle“ durch. Öffnungszeiten gibt es übrigens keine. Man kann jederzeit runterlaufen. Viele Leute kommen auch erst zum Sonnenuntergang und gehen im Dunkeln wieder rauf. So auch wir. Die kleine Insel mit der Brücke, den Stufen und dem Kloster ist schon ein Highlight für sich, aber inmitten des tosenden Ozeans zu stehen, ist aber fast noch schöner. Dementsprechend ergeben sich auch viele Fotomöglichkeiten.

Panorama Aufnahme mit Blick auf die Küste, gesehen vom Kloster.

Als wir gegen 21:30 Uhr zurück zu unserem Parkplatz kommen, haben sich noch fünf andere Camper da oben breit gemacht. Die Franzosen neben uns haben sogar in aller Ruhe einen Pavillon aufgebaut Der Platz ist zwar direkt an der Straße, aber nachts ruhig und morgens wacht man mit einer 1A Aussicht auf.

Wir haben noch ein paar andere Stellplätze in der Umgebung entdeckt, wo man frei und kostenlos stehen kann. Zum einen der nächste Parkplatz in Richtung Mundaka. Der ist nicht direkt an der Hauptstraße, sondern etwas abseits und hier stehen auch einige Womos. Und dann noch eine weitere Stellmöglichkeit direkt am Wasser. Die haben wir über die App park4night gefunden. Um dahin zu gelangen, folgen wir einer einspurigen, asphaltierten Straße durch den Wald von der Hauptstraße bis ans Wasser. Nur einmal kommt uns ein Auto entgegen, aber ausweichen geht. Sehr ruhig und idyllisch da unten.

Parkplatz bei der Punta Potorratxa. Direkt am Wasser gelegen, sehr ruhig und mit Duschmöglichkeit, aber keine Toiletten.

Day 3 – Die Seele baumeln lassen

Wir entscheiden noch einen weiteren Tag in Gaztelugatxte zu bleiben, weil es am ersten Abend sehr regnerisch und wolkenverhangen war und der Fotograf noch nicht zufrieden ist mit seiner Foto-Ausbeute. Das Tagesprogramm besteht aus einer Fahrt zum Bosco de Oma – einem Waldgebiet, in dem die Bäume von einem Künstler bunt angemalt wurden. Dort angekommen stellen wir fest, dass die Wanderung dorthin seit letzten November geschlossen ist. Na toll -.- Die Alternative: Ein Besuch am Playa Laida – einem schönen, langen Strand, den wir bei der Hinfahrt zum Bosco de Oma aus dem Wohnmobil  gesehen haben.

Der Strand ist bei Ebbe gut zugänglich und bietet wunderschöne Aussichten ins Tal, gerade auch aus der Luft. In der Hochsaison wohl auch ein beliebtes Badeziel.

Wir kommen bei Ebbe an und können richtig weit nach vorne bis zum Wasser laufen. Und wir sind fast die einzigen am Strand. Nebenan lockt noch eine Bar mit Blick auf den Strand. Wein und Bier kosten hier zusammen 3,90 Euro. Genau so haben wir uns den Trip auch vorgestellt: Nichts Festes planen und anhalten, wo es uns gefällt.

Der Ort Mundaka mit Spiegelung, fotografiert vom Strand, der gleichzeitig auch ein geschütztes Naturreservat ist.

Zum Sonnenuntergang steht wieder ein Besuch in Gaztelugatxe an und dieses Mal ist das Wetter auch besser.

Panorama Aufnahme der Insel mit dem Kloster von Gaztelugatxe zum Sonnenuntergang. Da ich meinen Nodalpunktadapter (Novoflex VR II Pro) nicht zur Hand hatte, habe ich dieses Panorama nur mit dem Kugelkopf des Stativs geschossen. Dies führt natürlich zu Bildfehlern (sog. Parallaxen, hier vor allem am Horizont), die man später bei der Bearbeitung korrigieren muss.

Am späten Abend haben wir ein Problem mit den Gasflaschen. Nichts geht mehr. Und keiner weiß, was los ist mit den Teilen. Das bedeutet: Kein heißes Wasser, keine Heizung und was am schlimmsten ist: Nichts zu essen!!! Also fahren wir notgedrungen an den nächsten Camping Platz (Am Ortseingang von Mundaka) und verbringen dort die Nacht. Immerhin gibt’s noch eine heiße Dusche und wir können am nächsten Morgen Wasser nachfüllen und das Abwasser leeren. An der nächsten Repsol Tanke kaufen wir zwei neue Gasflaschen für rund 20 Euro und zack, läuft alles wieder. Der morgendliche Kaffee ist gerettet. Bei der Lösung des Problems hilft uns ein Youtube Video: Die Anschlüsse der Gasflaschen entsprechen nämlich nicht den Niederdruckreglern, wie wir sie sonst europaweit verwenden. In Spanien nutzt man sogenannte „Clip On“ Adapter, die mit etwas Kraft auf den Anschluss gepresst werden müssen (Leider hatten wir uns dies bei der Womo Anmietung nicht zeigen lassen).

Day 4 – Weiter nach Asturien

An Tag 4 unserer Camper Tour düsen wir direkt durch bis an den Küstenort Llanes in Asturien. Die Fahrt dauert ungefähr 2,5 Stunden und ist recht entspannt. Zwischendurch kommt Allgäu-Feeling auf, weil die Landschaft so gar nicht nach Spanien aussieht sondern nach einer Mischung aus Schweiz, Neuseeland und Irland. Wir sind schon mal begeistert und merken uns den Ort für zukünftige Reisen in die Region vor.

Vom Campingplatz „Las Conchas“ führt ein kleiner Feldweg an der Küste entlang bis zum nächst größeren Ort Celorio. Auf dem Weg kommt man an vielen schönen Buchten vorbei, die sich auch hervorragend als Motiv eignen. 

In Llanes gibt es am Ortseingang einen kostenlosen, riesengroßen Womo Parkplatz. Scheinbar soll man nicht mit den dicken Brummern durch die Stadt fahren. Zusätzlich gibt es noch eine Service Station. Hier kann man Abwasser entsorgen und Frischwasser für 1 Euro nachfüllen. Für 3 Euro kann man auch die ganze Nacht dort verweilen. Toiletten/Duschen gibt es aber keine. Wir gehen nur kurz einkaufen und fahren weiter Richtung Strand. Dort angekommen heißt es aber: No Campers und auch sonst ist es schwer direkt an den Strand zu kommen. Platz gäbe es genug, aber scheinbar sind Wohnmobile nicht so gewünscht.

Die Küstenabschnitte auf dem Weg von Llanes nach Celorio sind gerade bei Ebbe ein echter Augenschmaus. Im Sommer sicherlich auch herrlich zum Baden.

Wir sind etwas genervt, weil wir nirgendwo stehen können und buchen uns für eine Nacht auf einem Campingplatz „Las Conchas“ ein. Der Platz ist in Ordnung, viele Dauercamper, die ihre Zelte aber schon dicht gemacht haben. Wir zahlen 24 Euro und haben in der Ferne Blick auf die Gipfel der Picos de Europa. Direkt vom Campingplatz starten wir eine kleine Küstenwanderung, die von Llanes nach Celorio führt, aber wir gehen nur einen kleinen Teil davon. Viele Strände in Asturien sind nur über solch kleine Wanderwege zu erreichen. Wenn man an der Küste langläuft, kommt man von einem Strand zum nächsten. Es ist wirklich sagenhaft schön! Und die Strände sind dann natürlich auch das Motiv des Abends.

Auch bei Surfern sind die Strände entlang der Nordküste beliebt. Die Tidenhübe in dieser Region sind jedoch sehr ausgeprägt. In weitläufigen Buchten muss man das unbedingt beachten. Sonst sieht man sich plötzlich eingesperrt vom Meer in einer engen Bucht stehen.

Day 5 – Strand Hopping

Tag 5 geht so entspannt weiter wie Tag 4 aufgehört hat. Wir fahren weiter an der Küste lang, aber nicht sehr weit. Am Playa de Barro legen wir einen kleinen Badestopp ein, denn hier können wir zur Abwechselung mal mit dem Wohnmobil direkt am Strand parken. Das Wasser ist ziemlich kalt, aber wir legen uns in die warme Sonne und genießen den Vormittag.  Oberhalb des Strandes gibt es ein nettes Bistro ( „El Xiglu„), wo wir lange sitzen, essen und die Aussicht genießen. Das halbe Hähnchen dort ist wirklich äußerst schmackhaft und nur zu empfehlen!

Das Brathähnchen im Bistro „El Xiglu“ ist verdammt lecker. Die Aussicht auf den Strand lässt sich hier uneingeschränkt bei einem kühlen Bier genießen. Der Parkplatz zum Bistro ist allerdings nicht mit dem Caravan zu erreichen. Wir müssen an der Hauptstraße parken.

Als nächstes wollen wir an den Playa Torimbia. Doch, wen wundert’s: Wohnmobile sind auf der Straße dorthin nicht erlaubt. Der Weg führt als Einbahnstraße durch ein Dorf und an einer Stelle ragt ein Erker in die Straße hinein, so dass hier nur Fahrzeuge <2,2 m Höhe durchkommen. Für VW-Busse und kleine Camper aber kein Problem. Weil wir trotzdem hin wollen, parken wir wenige Meter entfernt und laufen die Straße circa 15 Minuten bergauf zum Aussichtspunkt, der gleichzeitig auch der Parkplatz ist.

Der Parkplatz ist nur mit Fahrzeugen unter eine Höhe von 2,2 m zu erreichen und übernachten ist hier eigentlich auch untersagt. Am Abend ist der Parkplatz dennoch proppevoll mit Campern und VW Bussen.

Der Ausblick vom Parkplatz auf den Strand von Torimbia. Tagsüber war der Strand gut gefüllt mit sonnenhungrigen Touristen. Gebadet haben nur die Wenigsten, der Atlantik ist im September doch etwas zu kalt. 

Die Aussicht ist wunderschön. Wer weiter zum Strand will, nimmt den Pfad vom Parkplatz per pedes auf sich (einen anderen Zugang gibt es nicht), doch wir bleiben oben und genießen die tolle Sicht zu beiden Seiten. Fotomotiv für den Sunset gefunden. Die Nacht verbringen wir an dem kleinen Hafen, an dem wir eh schon geparkt haben. Hier ist eine kleine Rampe für Kayaks und Stand Up Paddler und eine „area recreativa“, wie die Spanier sagen. Neben uns stehen noch zwei weitere Wohnmobile und es ist schön ruhig.

Playa Torimbia zum Sonnenuntergang.

Day 6 – Ab in die Berge

Der nächste Morgen beginnt früh. Wir haben uns mal den Wecker gestellt und wollen los in den Nationalpark Picos de Europa. In Posada de Llanes stocken wir unsere Vorräte auf, Lebensmittel und Benzin. Circa 50 Minuten fahren wir nach Cangas de Onis und von dort weiter in den Ort Covadonga. Unser Ziel des Tages sind die berühmten Bergseen „Lagos de Covadonga“ – eines der Highlights der Picos de Europa.

Die Fahrt auf die circa 1000 Meter hohen Seen ist aber begrenzt: In der Zeit vom 1. Juni bis zum 8. Oktober sind nur Busse auf der Zufahrtsstraße erlaubt. Für private Fahrzeuge und Camper ist die Strecke in der Zeit von 08:30 Uhr – 21 Uhr komplett gesperrt. Wer hoch will, muss sein Auto auf einem der vielen Parkplätze parken und einen der öffentlichen Busse nehmen. Der anfängliche Frust über diese Regelung verschwindet schnell, als wir begreifen, dass dies dem Naturschutz doch zu Gute kommt. So strömen die unzähligen Touristen nicht alle mit dem eigenen PKW zu diesem beliebten Ausflugsziel. Der Bus Service ist auch gut organisiert. Wir parken unseren Camper für 2 Euro in Covadonga auf dem 4. Parkplatz (es gibt insgesamt 4 Parkplätze mit insgesamt 1600 Stellplätzen, teilweise in Cangas de Onis und teilweise in Covadonga). Für je 9 Euro kaufen wir ein Busticket. Alle 20 Minuten verkehren Busse nach oben und unten. Der erste ist zu voll, doch es kommt noch ein ganz leerer Bus (nach insgesamt 15 Minuten Wartezeit) und bringt uns hinauf zu den Seen. Die Strecke nach oben dauert circa 20 Minuten und der Busfahrer ist ordentlich am Rödeln. Der Bus kommt gut durch, aber wehe es kommt Gegenverkehr. Dann wird es recht eng auf der Strecke. Oben angekommen haben wir 25 Grad und Sonne und wir sind nicht eingecremt. Konnte ja auch keiner mit so einem Kaiserwetter rechnen.

Lago de Enol, einer der beiden Lagos de Covadonga. Der kleine Rundweg führt über 2km an beiden Seen vorbei.

Vom Bus Parkplatz gibt es 2 Wandertouren: Einmal 2 km und einmal 7 km. Beide Routen führen an beiden Seen vorbei – dem Lago de la Ercina und dem Lago de Enol. Wir entscheiden uns erstmal für die 2 km. Das Wetter ist toll und die Aussicht wundervoll. Wir sind total glücklich und stapfen durch das Gebiet um die Seen. Es gibt sogar eine alte Miene, die man durchwandert. Das Highlight ist dann der Ausguck zwischen den beiden Seen. Es ist alles gut ausgeschildert und man hat keine Probleme den Weg zu finden

Lago de la Ercina, gesehen vom Mirador de Entrelagos.

Nach der Wanderung nehmen wir wieder einen der vielen Busse runter (die verkehren übrigens von 9 Uhr (erste Auffahrt) bis 20:30 Uhr (letzte Abfahrt von den Seen). An der Basilika von Covadonga steigen wir aus dem Bus aus und schauen uns noch kurz die Kirche an und die Heilige Grotte – beides beliebte Wallfahrtstätten. Mit einem der nächsten Busse fahren wir wieder zu unserem Parkplatz und zu unserem Wohnmobil.

Basilica und Santuario de Covadonga. Beliebte Ausflugsziele bei Tagestouristen. In Covadonga selbst gibt es auch zahlreiche Restaurants, Bars und Souvenirläden.

Für den Abend beschließen wir nach Cangas de Onis zu fahren. Auf dem Parkplatz am Busbahnhof finden wir ein Plätzchen für unser Wohnmobil. Von dort kann man in wenigen Minuten in die Stadt laufen. Da ist auch mächtig was los. Wir schauen uns die Punta Romana an, eine Brücke aus dem 12. Jahrhundert und eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Claudes Fotomotiv für die blaue Stunde ist gefunden.

Die romanische Brücke in Cangas de Onis kurz nach Sonnenuntergang.

Später suchen wir uns eine typische spanische Tapas Bar („Sideria El Polesu“) abseits des Touri-Trubels, essen uns für 30 Euro durch die Speisekarte und trinken den berühmten asturischen Sidra. Die Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz hinter dem Busbahnhof. Doch auch auf den anderen Parkplätzen (P1 – P4) stehen am nächsten Morgen ganz früh Camper und Wohnmobile, also scheint auch das zu gehen bzw. wird geduldet.

Day 7 – Lagos de Covadonga

Sonnenaufgang am Mirador de Entrelagos mit Blick auf den Lago de Ernica.

Weil es uns an den Seen so gut gefallen hat, beschließen wir ganz früh morgens (also vor 08:30 Uhr, wenn die Straße noch offen ist) die Höhenstraße mit dem Caravan zu nehmen. Die Zeiten für Sonnenauf- sowie Sonnenuntergang passen hervorragend zu den Öffnungszeiten der Höhenstraße. Ohne Gegenverkehr haben wir auf der asphaltierten Straße selbst im Dunkeln keine Probleme. Wir beziehen Position auf einem der Parkplätze und genießen die Bergaussicht, die wir fast für uns alleine haben.

Lago de Ercina Panorama bei Sonnenaufgang

Nach der Sunrise Fotosession sowie Kaffee und Frühstück entscheiden wir uns für die 7 km Tour und wandern einmal um die zwei Seen herum. Die große Runde machen nur wenige Touristen, sodass wir kaum jemandem begegnen. Mit vielen, ausführlichen Fotostopps sind wir 2,5 Stunden unterwegs. Die Tour ist nicht sehr anstrengend, es gibt keine steilen Anstiege. Aber wir sind trotzdem froh unsere Wanderschuhe anzuhaben, denn der Weg führt über abschüssiges Terrain, teilweise ohne befestigten Pfad.

Der große Rundweg entlang beider Seen verläuft insgesamt über 7 km vorbei an kleinen Bauernhütten, durch einen mystischen Wald sowie Viehweiden.

Wuchtige Bergpanoramen findet man auch hier. Erinnert ein wenig an die Dolomiten…

Den Tag verbringen wir oben an den Seen und fahren erst gegen 21 Uhr wieder runter. Übrigens kann man wohl zu jeder Tageszeit runterfahren, zumindest verlassen den Tag über ganz viele Autos, die mit uns morgens noch auf dem Parkplatz standen. Aber weil wir keine Lust haben im Rückwärtsgang auf der engen Straße den Bussen auszuweichen, die hoch kommen, entscheiden wir uns erst nach 20:30 Uhr, wenn der letzte Bus losgefahren ist, den Rückweg anzutreten. Das spielt uns natürlich auch in die Hände für die Sunset Fotosession.

Verlässt man den kleinen Wald nach der großen Rundwanderung, erwartet einen dieser phänomenale Ausblick – sofern man den Blick nach hinten wagt.

Der Blick auf den Lago de Ercina zum Sonnenuntergang.

Panoramaaufnahme vom Lago de Enol nach dem Sonnenuntergang.

Unten angekommen fahren wir noch circa 40 Minuten weiter nach Las Arenas, denn von dort wollen wir am nächsten Tag nach Poncebos und dort die Wanderung Ruta del Cares machen. Wir schlafen auf einem großen, beleuchteten Parkplatz, wo auch schon 2-3 andere Camper stehen.

Day 8 – Ruta del Cares

Die Ruta del Cares ist eine der bekanntesten und beeindruckendsten Wanderungen in Asturien. Sie führt durch eine unbeschreiblich schöne Bergwelt, hoch oben über dem Fluss Rio Cares, der sich seinen Weg durch eine Schlucht gesucht hat und verbindet die Dörfer Poncebos und Cain.

Wir entscheiden uns die Wanderung von Poncebos aus zu machen und nach Cain zu wandern. Man kann die Tour aber genauso gut auch andersrum laufen. Das ist eigentlich egal, aber da wir gelesen haben, dass die Straße nach Cain wohl wenig Wohnmobil-freundlich ist, wollen wir lieber in Poncebos loslaufen. In Arenas de Cabrales, wo wir übernachtet haben, starten wir schon um kurz vor 7, denn die Parkplätze in Poncebos sind begrenzt, erst recht für so einen kleinen Brummer, wie wir ihn fahren. Die Fahrt dauert nur 10 Minuten. Wir parken am Funicular in Poncebos. Dort gibt es einen Parkplatz, der aber recht klein ist und kein Stellplatz ist groß genug für uns. Kurzerhand parken wir direkt über dem Funicular am Straßenrand in einer Parkbucht. Perfekter Stellplatz auch für größere Wohnmobile!

Ruta del Cares – der 24 km (hin und zurück) lange Wanderweg führt entlang des gleichnamigen Rio Cares, der sich seinen Pfad durch das Gebirge gebahnt hat.

Kurz nach 9 Uhr laufen wir los. Die Wanderung führt durch eine tiefe Schlucht. 12 km nach Cain und 12 km wieder zurück. Der erste Aufstieg ist echt steil, aber danach ist die Wanderung entspannt und es kommen keine nennenswerten Anstiege mehr. Trotzdem braucht man festes Schuhwerk und auf jeden Fall sollte man keine Höhenangst haben, denn teilweise geht es tiiiiiief runter und der Wanderweg hat keine Begrenzung.

So idyllisch und imposant der Weg auch scheinen mag, an einigen Stellen sollte man doch lieber schwindelfrei sein.

Belohnt werden die Mühen mit solch beeindruckenden Szenen.

Trotzdem gefällt uns die Wanderung sehr. Wir haben hervorragendes Wetter und unter uns rauscht der Rio Cares. Die Wanderung soll laut Plan circa 3:30 Stunden dauern pro Richtung. Wir schaffen es trotz Fotostopps in 2:45 Stunden. In Cain angekommen machen wir eine lange Pause direkt am Flussufer an einer Wiese. Wir haben uns – total deutsch – Stullen mitgenommen. An einem Kiosk gibt es Eis und Getränke. Nach 5 Metern kommen auch etliche Restaurants, die auf die Wanderer ausgelegt sind und richtiges Mittagessen anbieten.

Am Ortseingang von Cain lässt sich hervorragend eine Pause einlegen. Im eiskalten Rio Cares kann man die geschundenen Füße kühlen.

Der Rückweg ist dann ebenso schön wie der Hinweg, auch wenn es die gleiche Strecke ist. Mit der tiefer stehenden Sonne verändert sich das Licht und man hat die Möglichkeit, alles aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wir sind zwar den ganzen Tag unterwegs und nach der Wanderung auch etwas k.o., aber trotzdem würden wir die Tour empfehlen. Einziges Manko: Es gibt weder in Poncebos, noch Cain, noch auf der Wanderung öffentliche Toiletten. Das also irgendwie einplanen.

Der Rio Cares muss mehrmals auf dem Weg nach Cain überquert werden. 

Der Wanderweg verläuft häufig parallel zu einem künstlichen Wasserkanal, der an die Levadas auf Madeira erinnert.

Zurück von der Wanderung beschließen wir am gleichen Tag wieder ans Meer zu fahren. Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir die Gegend um Cudillero („Campingplatz San Pedro de la Ribera“). Hier übernachten wir nach 3 Tagen wild campen auf einem kleinen, gemütlichen Campingplatz. Wir waschen Wäsche und können endlich Wasser nachfüllen und unser Abwasser loswerden.

Day 9 – Von den Bergen ans Wasser

Tag neun beginnt richtig entspannt für uns. Wir schlafen aus und jammern erstmal über unseren Muskelkater von der anstregenden Wanderung vom Vortag. Auf dem Tagesprogramm stehen nach drei Tagen in den Bergen wieder Strände. Am berühmten Playa Silencio fahren wir erstmal vorbei, weil wir Angsthasen uns nicht durch die enge Straße trauen und keinen geeigneten Stellplatz an der Hauptstraße finden. 6 km weiter kommt der Playa Gueirua – ein rauer Steinstrand, der aber richtig tolle Felsenformationen bietet. Ein Paradies für Fotografen und vor allem bei Ebbe ein richtiger Spielplatz für ausgefallene Kompositionen.

Die Stimmung zum Sonnenaufgang wurde durch den dezenten Küstennebel und etwas Dies deutlich verstärkt.

Wir parken an der Straße und nehmen einen Fußgängerweg runter zum Strand. Wir haben Glück und kommen genau zur richtigen Zeit. Die Ebbe hat die Steine freigelegt und wir sind mächtig beeindruckt von der Kraft der Natur, die diesen Strand geformt hat.

Der Playa Gueirua war für mich eines der fotografischen Highlights. Hier gilt es unbedingt den Tidenstand vorher zu kalkulieren. Der Strand ist zwar auch bei Flut eine Augenweide, bietet bei Niedrigwasser jedoch deutlich schönere und zahlreichere Kompositionen. Zu diesem Zweck gibt es viele Apps wie z.B: „Gezeiten in meiner Nähe“ (Link zum AppStore)

Eine Stunde später steigen wir wieder ins Wohnmobil und fahren zum Playa de Cadavedo. Der Strand ist so lala, aber wir haben endlich mal einen großen Parkplatz, auf dem auch Wohnmobile stehen dürfen, und das direkt auf den Klippen oberhalb des Strandes.

Der Strand von Cadavedo lädt mit grobem Kies und Sand nicht gerade zum Baden ein. Dennoch tummeln sich hier viele Besucher und auch der Parkplatz ist gut geeignet für eine Übernachtung. Am Eingang zum Parkplatz findet man auch eine kleine Strandbar.

Am Abend geht’s wieder zum Playa de Silencio und dieses Mal fahren wir die einspurige Straße zum Strand lang. Sie ist eng und es gibt keine Ausweichmöglichkeiten, aber der kleine Parkplatz ist nicht voll, sodass wir einen Platz finden. Später finden wir dann raus: Man fährt die kleine Straße nur in eine Richtung. Am Ende des Parkplatzes führt eine weitere Straße wieder zur Hauptstraße. Man muss also nicht wenden und hat auch keine entgegenkommenden Autos oder noch schlimmer Camper. Am Abend ist es nebelig und ein riesiges Gewitter zieht auf. Der Fotograf ist unzufrieden, aber kriegt immerhin noch ein Bild vom opulenten Unwetter. Wir bleiben die Nacht oberhalb des Strandes mit noch 2-3 weiteren Campern.

Unwetter über dem Playa de Silencio.

Day 10 – Abenteuer im Landesinneren

Früh um halb 7 klingelt der Wecker, denn wir wollen zum Sonnenaufgang nochmal zum Playa Gueirua (der mit den geilen Felsen). Wir stapfen noch im Dunkeln runter, aber es herrscht Flut, sodass die coolen Felsen am Strand unter Wasser sind. Nicht so optimal. Das Wetter ist auch schlecht. Also ist der Ausflug nur ein kurzes Intermezzo. Der Fotograf ist nicht ganz zufrieden, bekommt aber noch zwei schöne Fotos.

Da sich die Felsformationen in der Flut versteckten, musste diese alte Seilwinde als Vordergrund herhalten. Langzeitbelichtung von 4 Minuten mittels Haida ND 3.0 auf dem Sigma 14-24mm 2.8 Art und der Nikon D850.

Nur wenige Minuten erhellte das Licht des Sonnenaufgangs den Horizont. Kurz darauf waren die Farben weg und wurden durch ein ödes Grau ersetzt.

Wir fahren zurück zu unserer Lieblingsklippe mit Blick aufs Meer und trinken Kaffee. Weil das Wetter nach wie vor eher schlecht ist, wollen wir ins Landesinnere fahren und haben uns einen Wasserfall rausgesucht, zu dem angeblich ein Wanderweg führt. Doch leider startet die Wanderung mal wieder in irgendwelchen engen Dorfstraßen, wo wir gar nicht erst hinkommen. Wir stellen das Wohnmobil einfach am Straßenrand vor dem Kaff ab und versuchen anhand von Google Maps irgendwie diesen Wanderweg und dem doofen Wasserfall zu finden. Nach zig Umwegen und Gewurschtel durch den Urwald kommen wir schließlich auf den Wanderweg und am Ende auch zum Wasserfall. Vorsicht: SPINNEN! Prinzipiell würden wir aber echt davon abraten einfach irgendwo, irgendwelche Wanderungen zu starten. Dann doch lieber weiter weg parken und die Wanderung am eigentlichen Ausgangspunkt starten.

Rot: Das X markiert unseren Parkplatz vor dem Dorf Faedo. Wir haben einen Waldweg in der scharfen Kurve als Einstieg gewählt, der dann irgendwann sehr steil wurde und uns auf einen Feldweg brachte, der schon (seeeehr) lange nicht mehr benutzt wurde. Nach einer kurzen Strecke in die falsche Richtung, gelangten wir dann dank Handy Navigation auf den richtigen Wanderweg. „Nur“ 20 Minuten später und nach insgesamt 60 Minuten waren wir dann am Ziel: Die Cascada Gorgollon. Blau: Das X markiert die Hütte mit Parkplatz, an der die Wanderung offiziell startet. Insgesamt dauert diese eigentlich nur 35 Minuten.

Nach unserem Irrweg sind wir dann doch noch am Ziel angekommen: Die Cascada Gorgollon liegt versteckt hinter einem verlassenen Mühlhaus. Hier fühlte man sich wie im tropischen Urwald.

Nach diesem Abenteuer fahren wir nach Lluarca und verbringen die Nacht auf einem mega tollen Camping Platz („Camping Los Cantiles“, geführt von einer Deutschen) direkt an der Klippe. Wir kriegen einen Deluxe Stellplatz mit einem Wahnsinns Blick aufs Meer und lassen uns vom Geräusch der Wellen in den Schlaf wiegen.

Day 11 – Adieu asturische Küste

Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit und kommen erst um 12 Uhr los vom Campingplatz. Zu verlockend die Aussicht, zu hypnotisierend das Meeresrauschen unter uns und wir lassen uns von der entspannten Stimmung voll mitreißen. An unserem letzten Tag in Asturien wollen wir uns noch ein paar Strände anschauen. Unser erstes Ziel ist der Playa Campiecho – ein Steinstrand, der aber wieder tolle Felsen zu bieten hat, inklusive einer sehr fotogenen Felszacke. Um dorthin zu gelangen, parken wir unser Wohnmobil auf einem Parkplatz direkt am Strand. Von dort muss man ein Stückchen am Strand entlanglaufen, was wieder nur bei Ebbe geht. Dort treffen wir auf weitere Fotografen. Die Felszacke ist das beliebteste Motiv hier in der Ecke. Dementsprechend verbringen wir hier auch eine Weile und Claude knipst die Felsen aus allen erdenklichen Perspektiven.

Für die Foto-Assistentin hieß es am Playa Campiecho mal wieder warten, aber an dem schönen Strand halb so schlimm.

Am Playa Campiecho sollte man unbedingt die Gezeiten im Auge behalten, denn sonst wird man von der Flut eingeschlossen. Bei Ebbe bieten sich dank Spiegelung die schönsten Kompositionen an.

Nachdem wir den frühen Nachmittag am Playa Campiecho verbracht haben, fahren wir weiter bis zum westlichsten Zipfel der Region und stellen uns auf die Klippen über dem Playa Mexota. Zwar steht bei park4night, dass man nur mit einem Geländewagen zum Parkplatz kommt, aber wir sind mutig geworden und befahren auch im normalen Camper die „Straße“ und das geht auch voll in Ordnung. Es ist leider sehr windig an dem Tag, aber wir legen uns trotzdem an den Strand und genießen die Sonne. Auch hier ist es wieder so, dass Ebbe und Flut einen krassen Unterschied ausmachen. Während bei Flut kaum Strand zu sehen ist, legt die Ebbe einen riesengroßen Teil frei. Bei Ebbe kann man auch meistens von Strand zu Strand zu laufen, während bei Flut kaum was vom Strand übrig bleibt. Am Abend und am nächsten Morgen versucht der Fotograf nochmal sein Foto Glück.

Die Felszacke an der Playa Mexota ragt bestimmt 10 Meter aus dem Wasser heraus und bietet mit den tollen Felsformationen am Strand schöne Arrangements. 

Zum Sonnenaufgang ein Spektakel der besonderen Art: Mit rasender Geschwindigkeit rollt eine Welle Küstennebel heran und kreiert so eine fantastische Stimmung.

Day 12 – Auf nach Toledo

Der letzte Tag im Wohnmobil ist gekommen. Am nächsten Morgen muss das gute Teil wieder in Madrid sein – also immerhin 500 km zu fahren. Wir packen zusammen und entscheiden uns spontan noch ein paar Kilometer mehr zu fahren und in Toledo zu übernachten. Toledo ist rund 70 km entfernt von Madrid und eine coole, mittelalterliche Stadt umgeben vom Fluss Tajo. Wir kommen am späten Nachmittag an, denn wir fahren tatsächlich mit Pausen fast 7 Stunden. Ein paar Kilometer vor der historischen Altstadt buchen wir uns für die Nacht auf einem Luxus-Campingplatz ein („Camping El Greco“) und fast zum ersten Mal in zwei Wochen stoßen wir auf deutsche Camper. Der Platz ist gut gefüllt, aber es geht noch. Wir zahlen fast 30 Euro für einen Stellplatz mit Strom. Für uns ist das in Ordnung.

Die beste Aussicht auf Toledo bot sich uns vom Mirador del Valle.

Mit dem Bus fahren wir in die Stadt und schlendern ein wenig durch die Gassen. Es ist viel los, denn aus Madrid kommen viele Tagestouristen nach Toledo. Hinzu kommen die normalen Besucher, die einige Tage in der Stadt verbringen. Uns gefällt es sofort richtig gut und wir sind traurig, dass wir nur ein paar Stunden haben. Kurz vor der blauen Stunde lassen wir uns von einem Taxifahrer (Kosten circa 6 Euro) zum Aussichtspunkt „Mirador del Valle“ bringen. Von dort hat man eine super Sicht auf die Stadt mit dem Fluss im Vordergrund. Wirklich echt schön!!! Wir bleiben eine Weile hier oben und nehmen dann einen Bus zurück. Dass der da überhaupt fährt, haben wir nur bei Google Maps gesehen, denn es gibt kein Haltestellen Schild oder Häuschen. Wir halten den Fahrer einfach per Handzeichen an und fahren 5 Haltestellen mit. Den Rest laufen wir.

Panorama von Toledo und dem Fluss Tajo zur blauen Stunde, inklusive einem vorbeiziehenden Gewitter.

Day 13 – Wohnmobil over and out  

Jetzt heißt es wirklich Abschied nehmen. Morgens packen wir zusammen und starten so gegen 10 Uhr in Toledo. Die 70 km fahren wir problemlos bis nach Madrid. Das Wohnmobil geben wir ohne Beanstandung ab. Da wir noch eine Nacht in Madrid verbringen wollen, lassen wir uns ein Taxi rufen. Die Fahrt in die Stadt kostet uns 60 Euro -.- Das war, glaub ich, bis jetzt das teuerste auf der ganzen Reise!!! Dafür ist unser Hotel sehr zentral an der Plaza Espana. Statt ein 1,40 m Bett zu teilen wie im Wohnmobil hat jetzt jeder von uns 1,40 m Leider regnet es draußen und das passt auch etwas zu unserer Stimmung, denn der Urlaub naht sich dem Ende. Wir sind etwas unmotiviert bei dem schlechten Wetter rauszugehen, immerhin hatten wir in den 2 Wochen davor so unglaubliches Glück mit dem Wetter!!! Die Stadt ist voll, laut und es ist kalt. Wir machen eine Hop-On, hop-off Tour mit einem dieser ätzenden Busse, denn viele Alternativen haben wir bei dem Regenwetter nicht. Wir sehnen uns den ganzen Tag zurück ins Wohnmobil und zurück ins schöne Asturien.

Nach Abgabe des Womos noch Restevernichtung.

Day 14 Tschüss Spanien, adios Urlaub

Am nächsten Tag lassen wir uns Zeit, schlafen aus, frühstücken und machen uns so gegen 13 Uhr auf dem Weg zum Flughafen (Taxi 30 Euro). Iberia nimmt es mit dem Koffer Gewicht seeeehr genau und lässt uns 3x die Koffer umpacken, damit auch kein Gepäckstück mehr wiegt als 26 Kilo. Gar nicht so leicht, wenn ein Koffer voll ist mit zwei Stativen, Stativköpfen, Nodalpunktadaptern, einer Drohne, diversen Filtern und Objektiven. Von den restlichen wartenden Leuten am Schalter gibt’s nur missbilligende Blicke. Egal, wir schaffen es irgendwann und sitzen wenig später im Flieger nach Berlin. Ein bisschen wehmütig, aber mit so vielen Erinnerungen, Eindrücken und tollen Fotos im Gepäck, dass wir froh sind, die Reise gemacht zu haben.

 

Vielen Dank für’s Lesen. Über Anregungen, Lob und Kritik würden wir uns natürlich freuen – ebenso für’s Teilen des Beitrags.

 

Gruß aus Berlin

PS: Weitere Tipps und ein „what’s in my photo bag“ folgen in den kommenden Tagen.

Es gibt keine Kommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.